Vita

 


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Agenturvertretung: Spielkind


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Fotos: © Katja-Julia Fischer

Didi Danquart ist 1955 in der Industriestadt Singen am Hohentwiel geboren und dort aufgewachsen.

1965 – 1970 erste visuelle Ausbildung durch (zeit)intensive Comicstudien von Sigurd, Ivanhoe, über Donald Duck zu Tim und Struppi bis Bat- Super- und Spiderman bei der Großmutter im Zeitungskiosk. Heute eine anerkannte Wissenschaft: Tintinologie.

Ab 1978 Mitbegründer der „Medienwerkstatt Freiburg“. Infolge dessen engagierte politische, gegenöffentliche Arbeit durch die neu aufgekommene analoge Videotechnologie und autodidaktische Film/Ausbildung mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm.

Ab 1983 dann hauptberuflich Filmemacher im Kollektiv bis 1991. In dieser Zeit realisierte er über 20 lange Dokumentarfilme, vorwiegend in der Brd, Süd- und Mittelamerika, sowie zunehmend in Osteuropa und dem Balkan.

1992 entstand über die filmische Euthanasiepropaganda der Nazi - erstmals unter seiner eigenen Autorenschaft - der preisgekrönte Kino-Essay-Film Der Pannwitzblick und ein Jahr später - im belagerten Sarajewo - der Antikriegsfilm Wundbrand (zusammen mit dem Auteur und Kameramann Johann Feindt), der auf dem 24. Internationalen Forum des jungen Films seinen Release hatte.

1995 gibt Danquart sein Spielfilmdebüt mit der Schwarzwaldgroteske Bohai Bohau. 1999 folgt die Verfilmung des Theaterstückes Viehjud Levi von Thomas Strittmatter, mit dem ihm der internationale Durchbruch gelang und u.a. den „Caligari Preis“ auf der Berlinale, sowie den Preis des Bürgermeisters auf dem Int. Filmfestival von Jerusalem gewann.

Viehjud Levi ist, zusammen mit Offset (2006 in Bucarest/Rumänien) und Bittere Kirschen (2011 in Oswiciem / Polen) Teil einer filmischen Trilogie, mit dem Titel „Deutsche Conditio Humana I – III“, die - neben den beiden genannten Dokumentarfilmen - das Zentrum seines bisherigen Œuvre bildet.

Von 2001 bis 2007 lehrte er hauptberuflich „künstlerischen Film“ an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Karlsruhe. Seit 2009 hat Didi Danquart den Lehrstuhl für Spielfilmregie an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln inne.

Nicht zuletzt deswegen wendete er sich in den letzten Jahren wieder verstärkt den „Subgenres“ des Fernsehspieles zu. 2012 drehte er den Kammerspielthriller Das Letzte Wort (mit Thomas Thieme und Shenja Lacher) und 2015/16, die philosophische "Pulp Story“ Goster, indem er mit gezeichneten Comics aktiv in die Diegese eingriff und damit arbeitet – als filmisches Genre.

Wie in allen seinen künstlerischen Filmen hat Didi Danquart auch in Goster vorwiegend mit aktiven Bühnenschauspielern gearbeitet (Bruno Cathomas und Julia Riedler) , mit denen er in den letzten 20 Jahren immer wieder auf’s neue versucht, seinen selbstformulierten ästhetischen Stil des „theatralischen Realismus“ weiter zu entwickeln …